In der Nacht vom 10. auf den 11. Januar wurde beim anarchistischen Mailorder Black Mosquito eingebrochen. Wie bei dem letzten Einbruch vor knapp 2 Jahren sind vorrangig Marker und Graffiti Stuff weg gekommen, zudem eine Bargeldkasse und einige Kleinigkeiten aus dem Warensortiment. Diese werden gerade gezählt – eine bisherige Schätzung liegt bei ca. 2500€ Warenwert, dies kann sich aber noch nach oben ändern. Der Sachschaden ist da allerdings noch nicht eingerechnet.

Hinzu kommt allerdings, dass dieses mal im Eingangsbereich Hakenkreuze und ein kaum lesbares 'wir waren hier' hinterlassen wurde.

Soweit bislang rekonstruiert wurde, stiegen der oder die Täter*innen über den Nachbarhof in unseren Innenhof. Dort wurde ein Fenster auf-gehebelt. Dieses war zusätzlich durch einen Einbruchsschutz gesichert. Dies und weitere Spuren des Einbruches, besonders am Safe und der Tür Richtung Hausgang sprechen für ein professionalisiertes Vorgehen des oder der Täter*innen.

Bestellungen, die gerade in Arbeit sind und auch die wenigen anderen Daten (wie zum Beispiel ein Kalender), die im Büro leider notwendigerweise zugänglich sind wurden augenscheinlich nicht angerührt. Auch an den Computern konnten keine Spuren festgestellt werden.

Ob hinter der Tat – wie die Schmierereien nahe legen – wirklich organisierte Nazis stecken ist fraglich. Schließlich hätten diese ein höhere Interesse an Daten gehabt und haben ihre Option mit der Sprühdose hohen Sachschaden am restlichen Warenbestand zu entrichten nicht genutzt. Aber auch wenn es sich um einen 'gewöhnlichen' Einbruch handelt, der nur mit einer solchen Message verschleiert werden sollte, nehmen wir die faschistische Drohung ernst. Gerade 2 Tage zuvor hatte RTL Nord in einem Beitrag das Büro von außen gefilmt und Black Mosquito in Verbindung mit den verfemten Riotini Heften gebracht. Sicherlich eine Einladung an organisierte Faschist*innen, aber eben auch an rechtsoffene Trittbrettfahrer*innen.

Mehr lesen (black-mosquito.org)