Berlin: Verdi setzt Ausstand an Kliniken fort. Landespolitiker schalten sich ein

Sie lassen nicht locker. Beschäftigte der kommunalen Kliniken Vivantes und Charité setzten am Montag ihren unbefristeten Streik fort. In den kommenden Tagen würden jeweils rund 1.000 Pflegekräfte ihre Arbeit niederlegen, teilte Meike Jäger, Verdi-Verhandlungsführerin, am Montag mit. »Dabei sind Betten und ab Dienstag auch ganze Stationen zur vorübergehenden Schließung angemeldet.« Ferner gingen Streikwillige bei den ­Vivantes-Tochtergesellschaften für Transport, Reinigung und Verpflegung wieder in den Ausstand.

Zur Erinnerung: Verdi fordert für die Pflegenden in den Kliniken einen »Tarifvertrag Entlastung«. Das heißt? Einklagbare Mindestbesetzung auf den Stationen und bei Verstößen ein Belastungsausgleich für Beschäftigte – Geld oder Freizeit. Das ist nicht alles. Bei den Vivantes-Töchtern soll künftig der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gelten. Motto: Ein Konzern, eine Belegschaft, ein Tarifwerk.

Verhandelbare Angebote seitens der Klinikgeschäftsführungen fehlten bislang, monierten Verdianer. Was genau? Etwa konkrete Zahlen über die Wechselschichtzulage, den Nachtzuschlag und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Und bei den Vivantes-Töchtern? Laut Offerte vom Freitag hätten Beschäftigte dort ab 2028 Jobbedingungen nach dem TVöD. Inakzeptabel. »Damit sollen die Beschäftigten sieben Jahre hingehalten werden«, wird die stellvertretende ­Verdi-Landesbezirksleiterin Susanne Feldkötter gleichentags in einer Mitteilung zitiert. Diese Angebote böten keinen Anlass, den Streik auszusetzen, ergänzte Jäger.

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