Auch in Flensburg hat sich eine Gruppe dem Aktionstag gegen Gasausbau und Fracking angeschlossen. Ihre Pressemitteilung könnt ihr hier nachlesen:

Wir steigen den Stadtwerken aufs Dach!

Heute ist der Internationale Aktionstag gegen Gasausbau und Fracking und neben zahlreichen Aktionen auf der ganzen Welt – unter anderem „Ende Gelände“ in Brunsbüttel – haben sich auch Aktivist*innen in Flensburg dem Aktionstag angeschlossen:

Am Morgen des heutigen Tages haben drei Aktivist*innen mitsamt Bannern das Vordach der Zentrale der Flensburger Stadtwerke erklettert und verweilen dort zur Stunde immer noch.

Die Flensburger Stadtwerke geben sich äußerlich „grün“ und vermarkten sich als klimafreundlich, während sie jedoch gleichzeitig die Strom- und Wärmeversorgung Flensburgs mit dem niedrigsten Anteil erneuerbarer Energien in ganz Schleswig-Holstein betreiben.

Sie setzen immer noch nahezu ausschließlich auf fossile Brennstoffe – davon zu einem immer größeren Teil auf Erdgas, wobei auch Fracking-Gas nicht ausgeschlossen wird – und sind so für etwa drei Viertel der CO2-Emissionen Flensburgs verantwortlich. Sie bauen durch den neuen Kessel 13 wie zuvor auf eine veraltete, zentralistische und zudem extrem klimaschädliche Art der Energiegewinnung durch Erdgas und feuern somit die Klimakrise noch weiter an, denn: bei der Förderung und Transport von Erdgas wird durch Lecks Methan – ein Gas, das rund 30 mal klimaschädlicher als CO2 ist (über einen Betrachtungszeitraum von 20 Jahre sogar 85 mal schädlicher) – freigesetzt. Und Erdgas ist für die Stadtwerke auch noch stark profitabel: Der am stärksten wachsende Geschäftsbereich der Stadtwerke ist der bundesweite Vertrieb von Erdgas, mit dem letztes Jahr über 48 Mio. Euro Umsatz erzielt wurden.

„Es kann nicht sein, dass wir im Jahre 2021 weiterhin auf fossile Energieträger setzen, vor allem hier in Norddeutschland, wo wir so viel überschüssige Windenergie haben, die nicht einmal genutzt wird. Wir brauchen eine Energiewende! Jetzt!“ sagt Edi, eines der Aktivisti auf dem Vordach.

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