Laut der Welthungerhilfe hungern weltweit 690 Millionen Menschen. 2020 litten davon allein 155 Millionen Menschen unter lebensbedrohlichem Hunger – rund 20 Millionen Menschen mehr als noch im Vorjahr. Ursachen sind zuvorderst die Weltwirtschaftskrise sowie staatliche Eindämmungsmaßnahmen gegen die Pandemie.

„2020 litten 155 Millionen Menschen in 55 Ländern unter lebensbedrohlichem Hunger“, erklärte Welthungerhilfe-Präsidentin Marlehn Thieme bei der Vorstellung ihres Jahresberichts 2020. Das seien 20 Millionen Menschen mehr als 2019.

Insgesamt würden derzeit geschätzt 690 Millionen Menschen hungern, zwei Milliarden leiden an Mangelernährung. Laut dem Jahresbericht der Welthungerhilfe waren im vergangenen Jahr 132 Millionen Menschen zusätzlich von Unterernährung betroffen.

Die Weltwirtschaftskrise und die staatlichen Reaktionen auf die Corona-Pandemie sorgen vor allem in neokolonialen Ländern für zum Teil verheerende Zustände: Insgesamt sind mehr als fünfzig Staaten betroffen – vor allem in Afrika südlich der Sahara und in Südasien.

Durch Klimawandel, ökonomische Ungleichheit, Kriege und Vertreibungen waren die Zustände bereits vor Corona sehr angespannt. Durch Lockdown und andere Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung wurde die Weltwirtschaftskrise 2019/2020 noch zusätzlich verschärft, was die Nahrungsmittelpreise in die Höhe trieb. Eine vielseitige Ernährung sei damit oft nicht mehr möglich.

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