Noch immer erkennt Amazon für sieben deutsche Standorte den Flächentarfivertrag nicht an. Die Gewerkschaft ver.di ruft daher zu einem mehrtägigen Streik beim Online-Riesen auf.

Es ist der dritte Streik binnen eines halben Jahres. Immer wieder versuchen die Gewerkschafter:innen damit Amazon unter Druck zu setzen, den Tarifvertrag anzuerkennen. Die Streiks werden systematisch an prägnanten Umsatztagen, wie Weihnachten oder Ostern durchgeführt. Beim jetzigen Streik soll der sogenannte „Prime Day“ bestreikt werden. Beim „Prime Day“ lockt Amazon mit Rabattaktionen die Kund:innen zum Einkaufen.

Die Beschäftigten sollen bundesweit an den Standorten Leipzig, Werne, Bad Hersfeld, Rheinberg, Koblenz und Graben ihre Arbeit niederlegen. Hierbei rechnet die Gewerkschaft mit einer Beteiligung von rund 300 Streikenden.

Amazon gehört weltweit zu den Krisengewinnern und erwirtschaftete mehre Milliarden Euro Umsatz. „Die Gewinne fließen allein in die Taschen des Konzerns und seiner Shareholder, während den Beschäftigten weiterhin eine tarifvertragliche Entlohnung sowie gute und gesunde Arbeitsbedingungen verwehrt werden“, sagt Orhan Akman, Einzel- und Versandhandelsverantwortlicher der Gewerkschaft ver.di.

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