Verschiedentlich haben Fedex-TNT-Beschäftigte in Italien und Belgien gestreikt: Als Abwehrmaßnahme gegen den unverschämten Plan der Geschäftsleitung, quer durch Europa mehrere Tausend Jobs zu streichen. Trotz der gewaltigen Anspannung, die die Kolleginnen und Kollegen gerade in den Zeiten der Epidemie meisterten – und die zu neuen Profitrekorden des Unternehmens führten – wird ihnen jetzt als „Dank“ für ihre Arbeit der Stuhl vor die Tür gesetzt. Mit der Solidaritätspetition „Fedex-TNT: Stop the job cuts“ die seit dem 11. Februar 2021 bei Labourstart externer Link organisiert wird – und dies in Zusammenarbeit mit ITF und ETF, den globalen und europäischen Föderationen der Transport-Gewerkschaften, wird hier gefordert, von den angedrohten Entlassungsplänen sofort Abstand zu nehmen. Bisher haben über 3.500 Menschen diese Petition unterzeichnet – und es ist gerade im Angesicht der besonders unverschämten Vorgehensweise des Unternehmens dringend nötig, dass dies noch mehr werden. Siehe dazu auch den Hinweis auf unsere Streikberichte von Fedex-Beschäftigten in Italien und auch in Belgien:

Italienweiter Logistikstreik am 18. Juni: LKW durchbricht einen Streikposten vor LIDL Biandrate (Novara) und tötet den SI Cobas-Gewerkschafter Adil Belakhdim!

Am 18. Juni wurde während des von SI Cobas in Italien organisierten Logistikstreiks Adil Belakhdim, Koordinator der Provinz Novara und Mitglied der nationalen Koordination von SI Cobas, getötet. Ein LKW krachte in die Streikpostenkette vor LIDL in Biandrate (Novara). Von den zehn Arbeitern wurden zwei verletzt und Adil starb. Dies war kein Unfall oder die Tat eines einzelnen Verrückten. Die Ermordung von Adil ist Teil einer gewalttätigen und kriminellen Kampagne gegen kämpfende Gewerkschafter, Gewerkschafter, die Arbeiter unabhängig verteidigen und organisieren, insbesondere im Logistiksektor. (…) Die Industrie-Bosse führen einen erbitterten Klassenkampf. Neben den repressiven Instrumenten des Staates setzen sie auch auf eine Gewerkschaftsbewegung, die Umstrukturierungen und Entlassungen begleitet, die Kämpfe bekämpft, sobald sie unter die Kontrolle der Arbeiter gestellt werden, die schamlos die gewerkschaftliche Basisarbeit denunziert. (…) Die Mitgliedsorganisationen des Internationalen Netzwerks der Solidarität und des gewerkschaftlichen Kampfes grüßen das Andenken des Genossen Adil Belakhdim, unterstützen die Forderungen der Logistikarbeiter, verurteilen arbeitgeberorganisierte Morde wie diesen, aber auch wie alle durch das kapitalistische System verursachten Todesfälle am Arbeitsplatz.” So die teilweise Übersetzung der (it.) Erklärung vom 19.6.21 vom alternativen gewerkschaftlichen Netzwerk für Solidarität und Kampf externer Link (dem auch LabourNet Germany angehört) – “Logistikbranche: Arbeitgeber und ihre Verbündeten sind für den Mord an Adil verantwortlich” – siehe u.a. auch die teilweise Übersetzung der Erklärung der SI Cobas:

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