In den Redebeiträgen der Gewerkschafter:inn:en und Aktivisten:inn:en auf der Protestkundgebung wurde der Arbeitskampf der Kollegen:inn:en der FAU Leipzig gegen die drohende Entlassung von Beschäftigten des Getränkelieferdienstes Durstexpress deutlich gemacht. Der Lieferdienst gehört der Radeberger Gruppe (und damit zur Dr. Oetker GmbH). Weiterhin kritisierte die FAU Bielefeld, in Abstimmung mit den Leipziger Kollegen:inn:en, die drohende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen beim Startup Flaschenpost, welches ebenfalls von Oetker gekauft wurde.

„Trotz steigenden Gewinnen in der Lieferbranche setzt der Oetker-Konzern uns mitten in der Corona-Pandemie auf die Straße. Von sozialer Verantwortung keine Spur. Die Aussichten auf einen neuen Job gehen aktuell gegen null. Durstexpress beraubt uns damit unserer Lebensgrundlage und tut dies ohne Skrupel, ohne Rücksichtnahme auf die Kolleg*innen, die noch vor kurzem zu „Helden des Alltags“ in der pandemischen Lage erklärt wurden.“ (aus dem Grußwort der Leipziger Kolleg:inn:en)

Wer nicht arbeitslos wird, kann mit einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen beim Startup Flaschenpost rechnen, die die Standorte von Durstexpress übernimmt. Der Oetker-Konzern wird durch die Verschmelzung von zwei Lieferdiensten, von Flaschenpost und den Durstexpres, seinen Umsatz im Geschäftsfeld Getränkelieferservice weiter erhöhen. Damit wird der Lieferdienst eine immer bedeutendere Säule im Oetker-Konzern. Die FAU Bielefeld verurteilt diese Unternehmenspolitik auf Kosten der Arbeiter:inn:en auf das schärfste!

Die laut vorgetragene Kritik der FAU Bielefeld an der Unternehmenspolitik im Oetker-Konzern wurde von Aktivisten:inn:en der Antinationalen Linken Bielefeld (ALIBI, der Besuch ihrer Webseite lohnt sich: Solidarität ist das beste Rezept), Gewerkschaftern der NGG (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten) sowie solidarischen Kollegen:inn:en unterstützt.

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