Der Mindestlohn in Deutschland liegt zurzeit bei 9,35 Euro pro Stunde. Körperlich, geistig oder psychisch beeinträchtigte Personen arbeiten oft jahrelang in so genannten „Behinderten“-Werkstätten. Dort erhalten sie lediglich 1,20 Euro „Motivationsgeld“ pro Stunde.

Ungleichbehandlung statt Inklusion

Die etwa 300.000 Beschäftigten in deutschen Werkstätten erhalten durchschnittlich 214 Euro im Monat. Während „normale“ Angestellte in den Werkstätten mindestens für den Mindestlohn arbeiten, erhalten beeinträchtigte Beschäftigte lediglich ein so genanntes „Motivationsgeld“ für ihre Arbeit.

Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, sind sie zwangsläufig auf Hartz IV angewiesen. Und das bringt nicht nur zusätzliche gesellschaftliche Stigmatisierung, sondern auch einen hohen bürokratischen Aufwand mit sich. Außerdem wird jeder Zuverdienst, der über 158 Euro hinausgeht bei von Grundsicherung Betroffenen eingezogen und steht diesen nicht zur Verfügung.

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