Rund 100 Mitarbeiter von Subunternehmen des Paketzustellers DPD haben am Dienstagmittag in der Aschaffenburger Wailandtstraße demonstriert. Vor der DPD-Zentrale forderten sie Tarifverträge mit gerechten Arbeits- und Einkommensbedingungen. Gestartet wurde die Protestfahrt in Mintraching (Lkr. Regensburg).

Auf die Transporter waren Protestplakate mit Sprüchen wie "Wir sind keine Sklaven" und "Wir wollen gesetzmäßige Arbeitszeiten" geklebt.

Pompiliu Alesi ist der Initiator der Aktion. Er sieht seine Existenz als Subunternehmer bei DPD bedroht.

"Wir sind ehrlich alle pleite. Kein Unternehmen kann weitermachen. Viele haben gekündigt, viele Leute haben gesagt, dass sie keine Sklaven sind."

Initiator der Protestfahrt, Pompiliu Alesi

DPD-Sprecherin Pia-Maria Zecevic kann die Demonstration heute nicht verstehen. Sie habe wiederholt das Gespräch mit den Organisatoren der Protestfahrt gesucht, aber die seien nicht gesprächsbereit gewesen.

"Unsere Zusteller leisten eine enorm wichtige Arbeit. Faire Arbeitsbedingungen sind uns wichtig und wir sind nach wie vor bereit, diese gemeinsam am runden Tisch zu besprechen. Wir haben einen regelmäßigen Austausch mit unseren Systempartnern und Mindestlohn und Arbeitszeiten sind klar geregelt in unserem Vertragswerk. Wir wüssten jetzt in diesem konkreten Fall gerne, über welche Probleme wir eigentlich im Speziellen reden und deshalb wäre es umso wichtiger, in den gemeinsamen Dialog zu treten."

Pia-Maria Zecevic, DPD-Sprecherin

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