Pandemie sei verdammt“. Das ist die Botschaft von Forbes, die sich „die definierende Stimme des unternehmerischen Kapitalismus“ nennt. Forbes berichtete diese Woche, dass „Amerikas Superreiche es besser machen als je zuvor“. Das Gesamtvermögen der Top-400-Liste beträgt 3,2 Billionen Dollar.

Das sind acht Prozent mehr als vor einem Jahr und ein Rekord in den vier Jahrzehnten, in denen Forbes über das Vermögen der reichsten Amerikaner Buch geführt hat.

Während sich ganz normale Menschen in den USA mit dem grassierenden Coronavirus, Massenarbeitslosigkeit und reduzierten Löhnen konfrontiert sehen, herrscht für diejenigen an der Spitze Hochkonjunktur.

Jeff Bezos, CEO von Amazon, bleibt das dritte Jahr in Folge an der Spitze. Bezos‘ Vermögen von fast 160 Milliarden Dollar am 24. Juli ist gegenüber dem Vorjahr um 57 Prozent gestiegen. Forbes berichtete Ende August, dass das Nettovermögen von Bezos einen Rekordwert von 150 Milliarden Pfund (179 Milliarden US-Dollar) erreicht hat. Bezos war der erste in der Geschichte, der diesen unvorstellbaren Meilenstein erreicht hat.

Jemand anderes, der von der Pandemie profitiert, ist Eric Yuan. Er ist Geschäftsführer von Zoom Video Communications und mit einem Nettowert von 10 Milliarden Dollar einer der Neuen auf der Liste. „Das bemerkenswerte Vermögenswachstum von Forbes 400 sticht in einer Zeit pandemiebedingter wirtschaftlicher Umwälzungen heraus“, sagte Kerry A Dolan, stellvertretender Chefredakteur von Wealth bei Forbes.

„Ein Großteil des Reichtums ist hochkonzentriert. Die 21 reichsten auf der Liste besitzen 42% des gesamten Vermögens (auf Platz 20 gibt es einen Gleichstand).“

Eine Rekordzahl von 233 US-Milliardären hat es dieses Jahr nicht geschafft, auf die Liste zu kommen, da ihr Vermögen den benötigten Betrag von 1,6 Milliarden Pfund (2,1 Milliarden US-Dollar) nicht erreicht. Und nicht jeder Milliardär verdient dazu. Die Platzierung von Präsident Donald Trump fiel von 275 im Jahr 2019 auf 352. Sein Nettovermögen sank, durch den Verlust der Werte seiner Bürogebäude, Hotels und Ressorts auf „nur“ zwei Milliarden Pfund (2,5 Milliarden US-Dollar).

Alle diese Vermögenswerte werden vermutlich noch zu niedrig angesetzt. Forbes-Redakteurin Jennifer Wang schreibt: „Um ihr Vermögen aufzudecken, mussten wir Tausende von Dokumenten, Gerichtsakten, Nachlassakten und Nachrichtenartikel durchforsten.“

„Wir haben alle Arten von Vermögenswerten berücksichtigt – Beteiligungen an öffentlichen und privaten Unternehmen, Immobilien, Kunst, Yachten, Flugzeuge, Ranches, Weinberge, Schmuck, Autosammlungen und mehr.“

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