In der Tarifrunde reagieren die Beschäftigten der Länder weiter mit Warnstreiks auf die ablehnende Haltung der Arbeitgeber. Jüngste Zentren der Proteste sind Dresden, Tübingen, München und Bremen mit insgesamt knapp 7.000 Beteiligten gewesen.

Quer durch die Republik sind am dritten Warnstreiktag erneut Tausende gewerkschaftlich aktive Beschäftigte auf die Straße gegangen, um in der laufenden Tarifrunde den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. In Sachsen legten mehr als 5.000 Kolleginnen und Kollegen die Arbeit nieder. In Baden-Württemberg gingen rund 1.200 Beschäftigte in den Ausstand. Vor der Bremer Finanzbehörde demonstrierten etwa 500 tarifbeschäftigte Lehrkräfte.    

Auf dem Dresdner Carolaplatz forderte die GEW-Landesvorsitzende Uschi Kruse die sächsische Staatsregierung auf, endlich die den Lehrkräften in den vergangenen zwei Jahren gemachten Versprechen einzulösen und das aktuelle Tarifrecht gerechter zu gestalten. Zugleich wies sie Kritik zurück, dass durch die Streiks zu viel Unterricht ausfalle: „Wir Lehrerinnen und Lehrer würden unseren Schülerinnen und Schülern nie so viel Unterrichtsausfall zumuten, wie ihnen die verfehlte Personalpolitik in Sachsen bescherte.“ 

Ein Zentrum der Warnstreiks in Baden-Württemberg war Tübingen. Dort versammelten sich mehr als 600 Demonstrierende auf dem Holzmarkt, darunter Streikende der Universität, des Studierendenwerks, der Hochschule Reutlingen und weiterer Landeseinrichtungen. Auch in Ulm wurde an der Universität und dem Studierendenwerk die Arbeit niedergelegt, die Uni Hohenheim in Stuttgart beteiligte sich ebenfalls an den Protestaktionen.

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